Der Kletterbogen steht, das Kind klettert, und spätestens beim ersten Wackeln kommt die Frage: Was muss eigentlich darunter? Die Antwort hängt weniger vom Klettergerät ab als vom Fußboden darunter und von der Höhe, aus der Ihr Kind tatsächlich fällt.
Rechnen Sie mit der Fallhöhe, nicht mit der Gerätehöhe
Ein Kletterbogen ist 45 bis 50 cm hoch. Entscheidend ist aber nicht dieses Maß, sondern die Höhe, in der sich der Schwerpunkt des Kindes befindet, wenn es oben sitzt oder steht. Ein Kind, das auf dem Scheitel des Bogens steht, hat seinen Kopf schnell einen Meter über dem Boden.
Das klingt dramatisch, ist es aber im Alltag selten: Kinder fallen von einem Kletterbogen meist seitlich und rutschend, nicht senkrecht. Trotzdem ist die Fallhöhe die Zahl, an der Sie die Unterlage ausrichten sollten, und nicht die Höhe des Möbels.
Der Bodenbelag entscheidet mehr als die Matte
Fliesen, Laminat und Estrich sind hart und geben nichts nach. Auf solchen Böden ist eine Unterlage keine Zusatzausstattung, sondern die Grundvoraussetzung dafür, dass das Klettergerät überhaupt ins Zimmer gehört.
Ein Teppichboden mit Filzunterlage ist bereits deutlich gutmütiger. Parkett und Dielen liegen dazwischen: Sie federn minimal, sind aber immer noch hart. Prüfen Sie es selbst mit dem Handrücken. Wenn es weh tut, wenn Sie mit der Hand aufschlagen, dann tut es einem Kind auch weh.
Warum eine Krabbeldecke nicht genügt
Krabbeldecken und dünne Spielmatten sind für das Liegen und Robben gemacht, nicht für Aufprall. Sie sind meist unter zwei Zentimeter dick und dämpfen kaum. Dazu kommt ein zweites Problem, das oft übersehen wird: Dünne Decken verrutschen. Eine Unterlage, die beim Klettern unter dem Gerät wegwandert, ist gefährlicher als gar keine, weil das Kind auf eine Kante tritt.
Was Sie wirklich brauchen, ist eine Auflage, die dick genug ist, um beim Auftreffen sichtbar nachzugeben, und schwer oder groß genug, um liegen zu bleiben.
Die Fläche muss größer sein als das Gerät
Der häufigste Fehler ist eine Matte, die genau unter den Bogen passt. Kinder fallen aber nach außen, nicht nach innen. Als Faustregel: Die Unterlage sollte auf jeder Seite so weit über das Gerät hinausragen, wie das Gerät hoch ist. Bei einem 50 cm hohen Bogen also einen halben Meter ringsum.
Wenn das Zimmer das nicht hergibt, ist die ehrlichere Lösung, den Bogen dorthin zu stellen, wo ohnehin Teppich liegt, statt eine zu kleine Matte zu kaufen und sich sicher zu fühlen.
Zwei verschiedene Dinge, die oft verwechselt werden
In unserem Sortiment gibt es zwei Auflagen, und sie haben unterschiedliche Aufgaben. Das wird häufig durcheinandergebracht.
Die Matratze für Kletterbogen und Wippe ist eine Formauflage. Sie liegt im Bogen und macht aus dem Klettergerät eine Wippe oder einen Ruheplatz zum Lesen. Bezug aus hypoallergenem Mikrovelours, Füllung aus Synthepon, Handwäsche. Sie ist Komfort, kein Fallschutz für den Boden ringsum.
Die Matratze für den Sportkomplex ist die großflächige Bodenauflage für unsere Kletterkomplexe 4-in-1 und 5-in-1. Gleiches Material, aber als Liegefläche unter dem Gerät gedacht, und im Handwaschgang waschbar. Beide finden Sie in der Kategorie Zubehör.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
- Dicke: Sie muss beim Draufdrücken mit der Faust sichtbar nachgeben, nicht nur federn.
- Bezug: abnehmbar oder waschbar. Kinderzimmerböden werden bekleckert.
- Rutschverhalten: Die Auflage muss auf Ihrem Boden liegen bleiben.
- Kanten: flach auslaufend statt als Stolperkante.
- Geruch: Eine Matte, die nach dem Auspacken tagelang ausdünstet, gehört nicht in ein Zimmer, in dem ein Kind schläft.
Was keine Matte ersetzt
Eine Unterlage mildert Stürze, sie verhindert sie nicht. Kinder klettern in den ersten Wochen unsicher und schätzen Höhen falsch ein. In dieser Zeit ist die Begleitung durch einen Erwachsenen die eigentliche Sicherheitsmaßnahme, und die Matte ist das, was danach kommt.
Genauso wichtig ist der Platz um das Gerät: keine Heizkörperkanten, keine Tischecken, keine Regale in Fallrichtung. Diese Prüfung kostet nichts und bringt mehr als jede zusätzliche Lage Schaumstoff.