Ein Kletterbogen ist ab etwa zwölf Monaten sinnvoll, sobald sich Ihr Kind selbstständig hochzieht und dabei fest steht. Die Monatszahl ist ein Richtwert; den passenden Zeitpunkt zeigt Ihnen Ihr Kind selbst.
Woran Sie erkennen, dass Ihr Kind bereit ist
Kinder erreichen dieselben Fähigkeiten in sehr unterschiedlichem Tempo. Manche ziehen sich mit neun Monaten überall hoch, andere mit fünfzehn. Beides ist normal. Wann ein Kletterbogen passt, verraten deshalb eher drei Fähigkeiten, die Sie im Alltag gut beobachten können, als der Geburtstag.
- Fester Vierfüßlerstand. Das Kind krabbelt stabil und hält sich auch dann, wenn es eine Hand abhebt.
- Selbstständiges Hochziehen. Es zieht sich an Möbeln in den Stand und hält sich dort mit den Händen.
- Kontrolliertes Herunterlassen. Auf diesen Punkt kommt es am meisten an, und er geht leicht unter. Kommt Ihr Kind schon hinauf und übt den Weg nach unten noch, braucht es einfach etwas mehr Zeit.
Bis der Rückweg klappt, ist der Bogen für Ihr Kind eher ein Möbel zum Daruntersitzen als ein Klettergerät.
Was in welchem Alter passiert
Etwa 10 bis 12 Monate. In dieser Zeit dient der Bogen als Haltestange. Kinder ziehen sich an den Sprossen hoch und stehen daran, und das ist auch ohne Klettern eine gute Nutzung. Umgedreht wird er in dieser Phase zur Höhle.
Etwa 1 bis 2 Jahre. Jetzt wird gestiegen, meist von der Seite, und bis zum Scheitel dauert es noch eine Weile. In dieser Zeit üben Kinder weniger die Höhe als die Wiederholung: dieselbe Sprosse zwanzigmal.
Etwa 2 bis 4 Jahre. Nun klettert das Kind ganz über den Bogen und fängt an, ihn umzudeuten: Er wird zur Wippe, zum Tunnel, zum Dach einer Decke, zur Ladefläche. Diese Phase dauert am längsten.
Ab etwa 4 Jahren. Zum Klettern reizt der Bogen jetzt weniger, als Möbel bleibt er im Einsatz: als Sitzbank, als Leseplatz mit Kissen, als Teil von Rollenspielen. Unsere Bögen sind aus mehrlagigem Birkenschichtholz gebaut und tragen auch ein größeres Kind gut.
Bogen oder Dreieck zuerst?
Beide trainieren dasselbe, nur in unterschiedlichem Tempo. Das Pikler-Dreieck ist steiler und verlangt früher Kraft in den Armen. Weil der Bogen flacher ist und sich von der Seite besteigen lässt, kommen Kinder am Anfang leichter auf ihn hinauf.
Dazu kommt ein zweiter Nutzen: Umgedreht ist der Bogen eine Wippe, und das kann nur er. Wer ein einziges Gerät anschaffen will und ein noch kleines Kind hat, hat vom Bogen in der Regel länger etwas.
Wenn der Bogen etwas früher einzieht
Auch einen Kletterbogen, den Ihr Kind noch nicht besteigen kann, nutzt es schon: als Haltestange, als Höhle und als Grenze für einen Spielbereich. Anders als bei Spielzeug mit Altersfreigabe wächst Ihr Kind in einen Kletterbogen einfach hinein, auch wenn er ein halbes Jahr früher da ist.
In den ersten Wochen ist gern ein Erwachsener in der Nähe, während Ihr Kind die Höhe kennenlernt. Welche Unterlage unter das Gerät gehört, beschreiben wir in einem eigenen Beitrag: Welche Matte gehört unter den Kletterbogen?
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
- Sprossenabstand. Er passt zu Kinderhänden und Kinderfüßen, damit sie gut greifen und treten.
- Standfestigkeit. Der Bogen steht fest, auch wenn sich ein Kind seitlich anhängt.
- Oberfläche. Sie ist von Hand geschliffen und seidig glatt. Schauen Sie sich besonders die Kanten der Sprossen an.
- Belastbarkeit. Fragen Sie nach, wie viel Gewicht der Bogen trägt. Die Angabe sollte deutlich über dem Gewicht Ihres Kindes liegen, denn oft setzt sich ein Erwachsener mit drauf.
- Zweitnutzen. Ein Gerät, das auch Wippe oder Bank sein kann, bleibt länger im Zimmer.
Unsere Bögen
Unsere Kletterbögen gibt es in vier Ausführungen: den klassischen Bogen, das Modell „Lächeln“ mit ausgeschnittenen Bögen, eine Variante mit großen Grifföffnungen zum Umstellen und einen runden Pikler-Bogen. Alle sind aus Birkenschichtholz, mehrfach von Hand geschliffen, ohne Lack und ohne Öl. Je nach Modell empfehlen wir sie ab 10 oder ab 12 Monaten.